Wie wird der IZF berechnet?
Der IZF ist der Abzinsungssatz, der den KBW des Projekts genau gleich null macht. Er wird numerisch gelöst — dieser Rechner verwendet Newton-Raphson mit Bisektion als Fallback.
I₀ = Anfangsinvestition · Fₜ = Cashflow Jahr t · n = Horizont. Der IZF ist die Unbekannte: der Zinssatz, der die abgezinsten Flüsse gleich der Investition macht.
Zahlenbeispiel
Anfangsinvestition: 100.000 €. Jährlicher Cashflow von 30.000 € über 5 Jahre. Mit welchem Zinssatz rentiert das Geld?
Numerisch gelöst: IZF ≈ 15,24%
Bei einem Referenzzinssatz von 12% rentiert das Projekt 3,24 Prozentpunkte darüber — durchführbar.
Bei einem Referenzzinssatz von 18% rentiert das Projekt 2,76 Punkte darunter — Risiko nicht gerechtfertigt. Der IZF allein entscheidet nicht: er muss mit dem Referenzzinssatz verglichen werden.
3 häufige Fehler beim Einsatz des IZF
1.IZF ohne Referenzzinssatz nutzen
Ein IZF von 25% klingt gut, aber wenn Ihre Opportunitätskosten 30% betragen, ist das Projekt schlecht. Der IZF allein entscheidet nichts — immer mit einem realistischen Branchenzinssatz vergleichen.
2.Dem IZF bei unkonventionellen Flüssen vertrauen
Wenn die Flüsse mehr als einmal das Vorzeichen wechseln (z. B. Re-CAPEX im Jahr 3), können mehrere IZF existieren. Der eindeutige IZF gilt nur bei Projekten mit einem anfänglichen negativen Fluss gefolgt von positiven Flüssen.
3.IZF von Projekten unterschiedlicher Laufzeit vergleichen
Ein 3-Jahres-Projekt mit IZF 30% ist nicht direkt vergleichbar mit einem 8-Jahres-Projekt mit IZF 22%. Für diesen Vergleich KBW oder Annuitätswert nutzen — nicht IZF allein.
Häufig gestellte Fragen
- Hängt von der Branche ab. Als Referenz: traditioneller Einzelhandel 25–35%, B2B-Dienstleistungen 30–45%, Gastronomie 28–40%, E-Commerce 35–60%, Fertigung 20–30%. Die Zahl zählt nur im Vergleich zum Referenzzinssatz — nicht absolut.